Integrationskindergärten

Die beiden Integrationskindergärten liegen im Zentrum von Garmisch-Partenkirchen. Die zentrale Lage und die Nähe zur Bevölkerung begünstigen unsere integrative Arbeit. Die Eltern haben kurze Anfahrtswege; viele Aktivitäten können zu Fuß oder mit dem Ortsbus gemacht werden. Unsere behinderten und nichtbehinderten Kinder werden von der einheimischen Bevölkerung akzeptiert und integriert.
Ein Integrationskindergarten liegt in der Olympiastraße 9, der andere in der Krankenhausstraße 3. Beide Häuser verfügen über jeweils zwei Regelgruppen, eine reine Montessorigruppe und eine Montessori- Misch- Gruppe. Einzugsgebiet ist der Ortsbereich Garmisch-Partenkirchen – für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf der gesamte Landkreis.
Gruppen
Zwei pädagogische Fachkräfte mit unterschiedlichen Zusatzqualifikationen und eine Praktikantin begleiten, fördern und lernen gemeinsam mit bis zu 16 Kindern pro Gruppe. Davon haben 4 bis 5 Kinder einen erhöhten Förderbedarf.
Fachdienste
Die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, unserem Team und den Therapeuten:Physiotherapeutin, Logopädin, Ergotherapeutin, Heilpädagogin, Musiktherapeut, Kunsttherapeutin,sowie unserem Psychologen und dem beratenden Kinderarzt sind ein bedeutender Bestandteil des Konzeptes der Integrationskindergärten. Sie bieten die Hilfe, die die individuelle Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen erleichtert. Diagnostik und Therapie bilden die Säulen des Verstehens und die Basis der Veränderung. Da die meisten Therapien unter „dem Dach der Kindergärten“ stattfinden, können sie nahtlos in das Gruppengeschehen einfließen und dort ihre Fortsetzung finden.
Die Pädagogik
Die Pädagogik unserer Integrationskindergärten berücksichtigt Elemente aus verschiedenen Ansätzen, die sich in der Praxis bewährt haben. Sie ist offen gegenüber Methoden und Orientierungen, sofern sie den Zielvorstellungen förderlich sind und den Auftrag unserer Kindergärten verwirklichen. Dieses sind in erster Linie pädagogische Konzepte, die die Situationen von Kindern aufgreifen, sich an frühkindlichen Lernzielen orientieren, das Gedankengut von Maria Montessori verinnerlichen, die Möglichkeit der Projektarbeit eröffnen und den Jahreszeiten und Festen Rechnung tragen. Wegweisend für unser Handeln ist ferner das Bayerische Kindergartengesetz!
Anmeldeverfahren
Die Anmeldetage sind im Frühjahr. Der genaue Zeitpunkt wird in der Presse veröffentlicht.
Das Aufnahmegremium tagt in der Regel im Monat Mai.
Ansprechpartnerin für die Anmeldung ist die Einrichtungsleiterin, sowie ihre beiden Stellvertreterinnen.
Gebühren
Die Gebühren richten sich nach der gewünschten Buchungszeit. Die Mindestbuchungszeit beträgt 20 Stunden pro Woche, wobei die Kernzeit von 9 – 12 Uhr eingehalten werden muss. Die Beitragshöhe wird jährlich überprüft und ggf. neu festgelegt.
20 Wochenstunden: 95,-- €
20,5 - 25 Wochenstunden: 104,50 €
25,5 - 30 Wochenstunden: 114,-- €
30,5 - 35 Wochenstunden: 123,50 €
35,5 - 40 Wochenstunden: 133,-- €
40,5 - 45 Wochenstunden: 142,50 €
zzgl. Essensbeitrag: 40,-- €
Betreuungszeiten
Die Öffnungszeiten richten sich nach der vereinbarten Buchungszeit der Eltern und werden jährlich neu berechnet.
Derzeit sind diese wie folgt:
Mo. - Fr. 07.30 Uhr - 15.00 Uhr (in der Krankenhausstraße)
Mo. - Fr. 07.30 Uhr - 16.00 Uhr (in der Olympiastraße)
max. 30 Schließungstage jährlich
Kinder
Alter: 2. Lebensjahr bis zum Schuleintritt
Zahl der Plätze: Olympiastraße 64 Plätze, Krankenhausstraße 60 Plätze
Einzugsgebiet: Markt Garmisch-Partenkirchen für nichtbehinderte Kinder; Landkreis Garmisch-Partenkirchen für behinderte Kinder.
Räumlichkeiten
Pro Gruppe steht ein Gruppenraum und ein Nebenraum zur Verfügung, sowie je ein Garten mit Spielgeräten.
In beiden Einrichtungen verfügen wir über Therapieräume für Krankengymnastik, Logopädie, Heilpädagogik, Ergotherapie, Kunsttherapie und Musiktherapie.
In der Krankenhausstraße steht uns zusätzlich ein Snoezelenraum und eine Turnhalle zur Verfügung.
Pädagogische Schwerpunkte
Die Pädagogik der beiden Integrationskindergärten berücksichtigt Elemente aus verschiedenen Ansätzen, die sich in der Praxis bewährt haben. Sie ist offen gegenüber Methoden und Orientierungen, sofern sie den Zielvorstellungen förderlich sind und den Auftrag unserer Kindergärten verwirklichen.
Dieses sind in erster Linie pädagogische Konzepte,
- die die Situationen von Kindern aufgreifen,
- sich an frühkindlichen Lernzielen orientieren,
- das Gedankengut von Maria Montessori verinnerlichen,
- die Möglichkeit der Projektarbeit eröffnen und
- die den Jahreszeiten und Festen Rechnung tragen,
- Orientierung am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.
Zielvorstellungen
Soziales Lernen
In unserer leistungs- und gewinnorientierten Zeit sehen wir unsere Aufgabe gerade darin, die Achtung vor dem Schwächeren und den Schutz immaterieller Werte in den Mittelpunkt unseres erzieherischen Handelns zu stellen.
Die Kinder werden angeleitet selbstbewußt zu handeln und zugleich die Rechte und Bedürfnisse der anderen zu achten. Nicht zuletzt die Altersstruktur ermöglicht jedem Kind im Laufe seiner Kindergartenzeit unterschiedliche Positionen einzunehmen: mal ist es eine führende Rolle, dann wieder die Bereitschaft sich einzufügen und unterzuordnen. In der Spannung Einzelwesen und dennoch Teil des Ganzen zu sein, liegt für das Kind eine einzigartige Entwicklungs- und Reifungschance. Es kann sich in seiner Individualität entwickeln und gleichzeitig soziale Kompetenzen erwerben. Rücksichtnahme und Toleranz bilden das Kernstück sozialen Lernens. Das Kind wird angeleitet,
- den Anderen und die Andersartigkeit zu akzeptieren
- auf Jüngere und Schwächere Rücksicht zu nehmen
- mit eigenen Stärken und eigenen Schwächen adäquat umzugehen
- die Leistungen anderer Kinder anzuerkennen
- Vorurteile und Fehlhaltungen gegenüber behinderten, benachteiligten und ausländischen Kindern abzubauen.
Ein partnerschaftlicher Umgang wird gepflegt, Alltagsregeln wie einander Zuhören, gegenseitiges Helfen und gemeinsam nach Lösungen suchen, werden in zahlreichen
Situationen eingeübt.
Ganzheitliche Förderung
Schwerpunkte des ganzheitlichen Prinzips sind die Förderung des Körpers, des Geistes und der Seele. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bei uns täglich breit gestreute, lebenspraktische Übungen durchgeführt. Das tägliche Üben unter gezielter Anleitung gemäß dem Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ soll aus den jungen Menschen emotional gefestigte und geistig rege Kinder machen. Durch differenzierte musische Angebote werden Kreativität und Phantasie angeregt. Die Kinder können Instrumente erproben und mit Bastelmaterialien (Farben, Kleber, Knete, Schere, Papier unterschiedlicher Art) hantieren. Aber auch Turnen, Schwimmen und Bewegungsspiele gehören zum Tagesablauf. Auch achten wir darauf, daß die Kinder mitentscheiden und ihrem Alter entsprechend Verantwortung übernehmen. Sie wirken mit bei der Planung und Gestaltung von Projekten, bringen sich ein in die Vorbereitung von Exkursionen und Festen. Ferner übertragen wir ihnen täglich wiederkehrende, verbindliche Aufgaben, die sie eigenverantwortlich ausführen können (Tisch decken, Brotzeit zubereiten, Essen holen, abspülen etc.).
Integration
Unter Integration verstehen wir nicht nur das Kennenlernen und Leben mit Behinderten in einer Gruppe, sondern die grundsätzliche Offenheit gegenüber der Andersartigkeit – unabhängig davon, ob sie in der Nationalität, der Sprache, der Konfession oder in den besonderen Eigenschaften begründet liegt. Kinder, die sich in einem dieser Merkmale unterscheiden, haben die gleichen Bedürfnisse wie alle anderen. Sie wünschen sich Freunde und streben nach Glück und Anerkennung.
Für die Erziehung und Förderung von Kindern, die eine Integrationsgruppe besuchen, ist es notwendig, die Gruppenarbeit an der Leistungsfähigkeit aller Kinder auszurichten und zugleich den besonderen Lebensumständen jedes einzelnen Kindes Rechnung zu tragen. Besonderheiten im Verhalten und im Ausdruck sind auf dem Hintergrund individueller, sozialer und kultureller Unterschiede zu sehen und –nach Maßgabe der Gruppe – pädagogisch so aufzubereiten, daß jedes Kind die individuellen Abweichungen nachvollziehen und mittragen kann.
Wer über längere Zeit Kinder in Integrationsgruppen beobachtet, wie sie miteinander umgehen, zusammen spielen und voneinander lernen, der kann sich nur schwer vorstellen, daß diese Form des Zusammenlebens zu späteren Zeiten oder an anderen Orten nicht mehr möglich sein sollte. Kinder – mit oder ohne Behinderung – gehören zusammen. Sie definieren sich als Ganzes.
Hilfen, die die individuelle Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen erleichtern, bieten zusätzlich unsere Fachdienste (s.Anhang). Diagnostik und Therapie bilden die Säulen des Verstehens und die Basis der Veränderung. Da die meisten Therapien unter „dem Dach der Kindergärten“ stattfinden, können sie nahtlos in das Gruppengeschehen einfließen und dort ihre Fortsetzung finden.
Erfahrungen im natürlichen Umfeld
Auf Exkursionen (Schwimmbad, Spielplatz, Zoo, Rathaus, Supermarkt etc.) lernen die Kinder sich auch außerhalb unseres Kindergartens zurechtzufinden, sich frei zu bewegen und sich den besonderen Bedingungen ihrer Umwelt anzupassen, ohne sich selbst oder andere zu gefährden. Sie bekommen die Gelegenheit andere Umgebungen kennenzulernen, sich in alltäglichen Lebenszusammenhängen zu erproben (beim Einkaufen, Umgang mit Geld, Bus fahren, Straßenverkehr etc.) und Erlerntes anzuwenden. Neue Spielorte werden erobert (Wiese, Wald, Berge, Seen), die Natur in ihrer Weite erlebt. Ökologisches Bewußtsein wird vermittelt, z.B. durch das Vermeiden von Müll. Die Kinder werden auch dazu angeleitet Rohstoffe wie Wärme, Licht und Wasser verantwortungsbewußt zu nutzen und nicht zu verschwenden.
Zusammenarbeit mit den Eltern
Eltern und Erzieherinnen teilen sich über Jahre hinweg die Verantwortung für das Kind. Damit die Arbeit am Kind Früchte bringt, benötigen wir das Vertrauen und die Unterstützung der Eltern. Aus eben diesem Grunde verfolgen wir das Ziel, die Arbeit im Kindergarten möglichst transparent zu gestalten und die Eltern für eine verantwortungsvolle Erziehungspartnerschaft zu gewinnen.
Elternbefragung
Die Ergebnisse der Elternbefragung 2008 ergaben:
- wird gerade ausgewertet
Kooperation und Vernetzung
Unsere Integrationskindergärten arbeiten mit vielen örtlichen und überörtlichen Einrichtungen zusammen.
Kontakte zu Ämtern:
- Sozialhilfeamt
- Jugendamt
- Gesundheitsamt
- Bezirk Oberbayern
Kontakte zu Schulen:
- Grundschulen
- Richard-Strauß-Schule
- Christopherusschule Farchant
- Sonderschulen für Behinderte
- Fachakademien und Fachhochschulen für Sozialpädagogik
- St.-Irmengard-Schule
- Werdenfels Gymnasium
Kontakte zu anderen Institutionen:
- SOS-Kinderzentrum/Frühförderstelle
- Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen
- Klinikum Garmisch-Partenkirchen
- Kinderzentrum München
- Spezialkliniken (Haunersche Kinderklinik, Klinik Aschau, etc.)
- Sonderpädagogische Tagesstätte Farchant und
Heilpädagogische Tagesstätte Murnau
- andere Kindergärten in Garmisch-Partenkirchen
- Gemeinde Garmisch-Partenkirchen (runder Tisch)
- Presse und Rundfunk
- Weitere Einrichtungen (Polizei, Feuerwehr, etc.)
- Karitative Clubs (Innerwheel, Lions, Zonta, etc.)
- Arbeitskreise
- Niedergelassene Kinderärzte
- Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
- Heckscher Klinik München
Qualitätssicherung
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung sind feste Bestandteile im Tagesablauf der beiden Kindergärten. Folgende Elemente tragen dazu bei, die Qualität der pädagogischen Arbeit am Kind sicherzustellen bzw. weiterzuentwickeln:
- die tägliche Vor- und Nachbereitung unter Einbeziehung der fachspezifischen Literatur
- der fachliche Austausch unter den Gruppenpädagogen und mit der Leitung
- die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit mit den Fachdiensten und dem betreuenden Kinderarzt
- die wöchentlichen Kleinteams mit dem Psychologen, Psychotherapeuten
- die Teilnahme an Fortbildungen innerhalb und außerhalb der Einrichtungen
- die Evaluation der Prozesse und Ergebnisse anhand von verbalen Rückmeldungen
- und statistischen Erhebungen.
Konzeption der Integrationskindergärten

Alle wesentlichen Informationen zu den Integrationskindergärten finden Sie in unserer Einrichtungskonzeption.
Hier finden Sie uns
Integrationskindergarten Krankenhausstraße
Krankenhausstraße 3
82467 Garmisch-Partenkirchen
Website: www.kje-hilfe.de
Ansprechpartner: Petra Röger
Telefon: 08821/1382
Fax: 08821/969695
e-mail: Petra.Roeger @kje-hilfe.de
Integrationskindergarten Olympiastraße
Olympiastraße 9
82467 Garmisch-Partenkirchen
Website: www.kje-hilfe.de
Ansprechpartner: Petra Röger
Telefon: 08821/1390
Fax: 08821/9431859
e-mail: Petra.Roeger @kje-hilfe.de

